17.06.2010
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block
Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, der Markt ist ständig in Bewegung
Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen kommentiert die Mai-Arbeitsmarktzahlen
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen:
"In diesen schwierigen Zeiten kommt der Arbeitsmarkt mit guten Nachrichten. Auch im Monat Mai ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit erfreulich hoch – sowohl in absoluten Zahlen als auch saisonbereinigt. Die gute Entwicklung bei der Erwerbstätigkeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung stimmt zuversichtlich, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt weiterhin begrenzt bleiben. Trotz der insgesamt besseren Lage spielt Kurzarbeit auf dem Arbeitsmarkt immer noch eine große Rolle. Im März 2010 waren knapp 700.000 Arbeitnehmer in konjunktureller Kurzarbeit. Da der durchschnittliche Arbeitszeitausfall bei einem Drittel lag, wurden durch konjunkturelle Kurzarbeit in der Krise ca. 226.000 Vollzeitarbeitsplätze gesichert. Das betrifft vor allem den Maschinenbau, die Metallbearbeitung und -produktion sowie die Automobil- und Textilindustrie.
Dass Arbeitslosigkeit auch in Krisenzeiten kein fester Block, sondern unter der Oberfläche viel in Bewegung ist, zeigen andere Daten: In den vergangenen 12 Monaten (Juni 2009 – Mai 2010) haben sich 9,22 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Im gleichen Zeitraum haben 9,38 Millionen ihre Arbeitslosigkeit wieder beendet. Allein im Mai gab es knapp 700.000 Zugänge in und rund 860.000 Abgänge aus Arbeitslosigkeit. Die stabile Lage am Arbeitsmarkt ist also kein Selbstläufer, der Strukturwandel schreitet unabhängig von der wirtschaftlichen Lage fort. Um diese Riesenaufgabe zu bewältigen, brauchen wir auch künftig eine leistungsfähige und effiziente Arbeitsvermittlung."
Quelle:BMAS
http://www.bmas.de/portal/45914/2010__06__01__zahlen__mai.html